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Vielseitige Heilpflanze Holunder

Gelblich-weiße Blütendolden in überbordender Fülle, süßer Duft erfüllt die Luft, die Holunderblüte läutet nach alter Gärtnerlehre den Beginn des Sommers ein. Kein Garten, kein Rain, wo jetzt die Holundersträucher nicht in voller Blüte stehen. Der Holunder ist eines der vielseitigsten Gewächse in der Heilpflanzenkunde. „Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll“, besagt eine alte Bauernregel. Damit gehört die Heilpflanze Holunder, in welcher Form auch immer, in jede Natur-Hausapotheke.

Sowohl die Blüten als auch die tiefblauen, fast schwarzen Holunderbeeren sind in der Naturheilkunde seit Langem sehr bedeutsam. Der germanischen Göttin Hulda („Frau Holle“ aus Grimms Märchen) war der Strauch heilig und hat auch seinen Namen von ihr. Der Huldastrauch wurde im Laufe der Zeit zum „Hollerstrauch“, der heute noch gebräuchliche süddeutsche Name für den Holunderstrauch.

Verwendung findet der Holunder in den verschiedensten Formen:

Holunderblütentee
Zum Entwässern, als Schwitztee zum Fiebersenken, zur Vorbeugung gegen grippale Infekte und als Kompresse gegen Prellungen und andere stumpfe Verletzungen sowie gegen rheumatische Erkrankungen.

Holunderblütensirup
Wird auch Holunder-Honig genannt. Hilft gegen Husten und Heiserkeit und erfrischt – mit Wasser gemischt – köstlich an heißen Tagen.

Starke Farbe im Herbst

Holundermus kocht man aus den schwarzen Holunderbeeren. Es lindert Halsschmerzen, Erschöpfungszustände und hilft bei Abwehrschwäche. Außerdem schmeckt das Holundermus herrlich zu Palatschinken und Schmarrn.

Auch der Saft der schwarzen Beeren ist wohlschmeckend und reich an Vitamin C.

Die Heilpflanze Holunder enthält Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenwirkstoffe, zum Beispiel den violetten Farbstoff Sambucyanin. Als Flavonoid wirkt er antibakteriell, hemmt Entzündungen und kann sogar Grippeviren verscheuchen. Der Farbstoff findet oft Verwendung in der Lebensmittelindustrie, ja man munkelt, dass Sambucyanin einen Teil der dunklen Farbe des Coca-Cola ausmacht.

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geschrieben von Christa Peer

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