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Ode an die Brennnessel

Sie hat nicht viele Freunde: Berührt man sie, hinterlässt sie schmerzende Stellen auf der nackten Haut, sie gilt gemeinhin als Unkraut und ist vielen Gärtnern deswegen ein Dorn im Auge. Die Brennnessel (lat. Urtica dioica) hat wahrlich kein gutes Image, das aber zu unrecht. Wenn jetzt Anfang April die ersten Brennnesseln im Garten auftauchen, wissen die wenigsten, dass da eine wichtige Heilpflanze vor der Haustüre wächst.

So wirkt die Brennnessel blutreinigend und blutbildend und ist ein wahres Wundermittel, um den Stoffwechsel anzuregen. Als Frühjahrskur, zum Beispiel in Form von Tee, hilft die Brennnessel dabei, die Schlacken des Winters auszuspülen. Auch als Salat, Suppe oder Spinat ist die Brennnessel nicht nur ein gesunder, sondern vor allem auch wohlschmeckender Frühlingsbote.

Verwendung der Brennnessel im Kräutergarten

Bei Hildegard von Bingen kommt die Brennnessel in erster Linie zur Unterstützung der Gedächtnisleistung zum Einsatz.

Brennesselöl nach Hildegard von Bingen – Heilmittel gegen Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit: Frische Brennnesseln zerstoßen, den Saft auspressen und mit ein wenig Olivenöl mischen. Zwei bis drei Monate lang vor dem Schlafengehen die Brust und dann die Schläfen (in dieser Reihenfolge) damit einreiben.

Gerade die jungen Brennnessel-Pflanzen im Frühjahr sind voll von Vitaminen, Mineralien und Eisen – wer ihnen also den gärtnerischen Kampf angesagt hat, sollte nach dem Abschneiden am besten gleich in der Küche zu köstlich-gesunden Frühlingsspeisen verarbeiten.

Rezeptvorschlag

Brennnesselspätzle
Die jungen, 10 cm hohen Brennnessel-Triebe werden gepflückt und gewaschen. Die Blätter von den groben Stielen zupfen. Auf ½ kg Mehl kommt etwa ½ kg Brennnesseln. Die Brennnesseln können mit Blattspinat oder Mangold gestreckt werden.

Brennnesselpüree vorbereiten:
Brennnesseln in etwas Butterschmalz oder Sonnenblumenöl andünsten, mit Galgant, Bertram, Muskatnuss und Salz würzen. Mit etwas Wasser aufgießen, weich dünsten und mit dem Stabmixer pürieren. Auskühlen lassen.

Brennnessel-Spätzleteig:
500 g Brennnesselpüree, 500 g Dinkelmehl, 2-3 EL Dinkelgrieß, 2 Eier, Salz, 2 Prisen Galgant verrühren, bis ein zäher Teig entsteht. ½ Stunde ziehen lassen (eventuell etwas Mehl zugeben) und dann ins kochende Wasser spätzeln.

Variante 1: Brennnesselspätzle in eine gefettete Auflaufform geben, mit geriebenem Käse bestreuen und kurz gratinieren.
Variante 2: Die Spätzle in eine gefettete Auflaufform geben, mit Béchamelsauce und geriebenem Käse überziehen und im Rohr überbacken.
(Quelle: Hildegard von Bingen, Einfach kochen, Brigitte Pregenzer, Brigitte Schmidle, Tyrolia-Verlag)

Wir wünschen gutes Gelingen und guten Appetit!

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geschrieben von Christa Peer

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